Schullandheim Oberharz

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Aktuell

Für das Wolfsburger Schullandheim naht das Ende

– in zwei Jahren soll Schluss sein  

  über den Verlust werden viele klagen

 

„Als sichtbarer Beweis neuer pädagogischer Bestrebungen“,

so schrieb die Stadt Wolfsburg zur Eröffnung des Schullandheims

auf der Sankt Andreasberger Jordanshöhe im Jahre 1963.

Das war vor nunmehr 56 Jahren. Doch nur noch zwei Jahre will die Stadt Wolfsburg dieser so bewährten Einrichtung zugestehen, dann soll Schluss sein.

Der Braunlager Stadtteil Sankt Andreasberg würde dann ein weiteres Schullandheim

verlieren und damit wieder einen wertvollen Kristallisationspunkt.

 

Mag sein, dass die klare Luft und das herrliche Landschaftsambiente des Oberharzes

sie alle fasziniert, vielleicht auch zu künstlerischer Tätigkeit inspiriert,

ganz sicher ist es aber die großartige Atmosphäre im Schullandheim der Stadt Wolfsburg

bei Alli und Tina Ballhausen, die auf so viele so oft und immer wieder anziehend wirkt.

 

Ob Samba-Rhythmen, Taido, die friedliche Art dem Angreifer zu begegnen,

Tanzen, was die Trommeln sagen, Afrika nach Berliner Art, Lebenshilfe mit MI A MA BA,

ein Schützenfest nach niederrheinischer Art, gemeinsame Schullandheim-Aufenthalte

von Gymnasiasten und geistig Behinderten, Raketenstart in den Himmel

über der Jordanshöhe, Blasmusik-Seminare, die das Schullandheim

zu einem Haus der Musik werden lassen, oder einfach nur erlebnisreiche

Schullandheim-Aufenthalte, auch Familien-Ferien, bei den Ballhausens sind sie alle

herzlich willkommen, das seit vielen Jahren und immer wieder.

Auch brasilianische Tage hat das Haus erlebt.

 

Diesen pädagogischen Bestrebungen sind die Ballhausens in den letzten

fast 30 Jahren stets voll und ganz gerecht geworden, auch wenn in den Köpfen

vieler Schülerinnen und Schüler, genau wie in denen zahlreicher Lehrkräfte

Schullandheime nicht mehr den Stellenwert früherer Jahre haben.

 

Im Wolfsburger Schullandheim hat man deshalb längst umgedacht

und das Haus mit seinen 78 Betten und der eigenen Sporthalle auch für

Familien, Vereine, Interessengemeinschaften, ja auch „Einzeltäter“ geöffnet.

 

 

Von 1963, der Eröffnung also, führten zunächst die Familie Schmidt,

dann Helmut und Anne Necke dieses Haus unter der Regie der Stadt Wolfsburg.

Nahtlos, aber auch ganz anders, erstmals mittels Pachtvertrag, wurde das Haus im Jahre 1994 von Alli und Tina Ballhausen übernommen und damit vor dem Verkauf oder einer sonstigen Aufgabe seitens der Stadt Wolfsburg gerettet.

 

Immer viel Leben in und um das Wolfsburger Schullandheim  

Wenn man bedenkt, wie viele ehemalige junge Schullandheim-Besucher

später als Erwachsene zurück nach Sankt Andreasberg kamen und noch kommen,

war dieser gewagte Schritt des Ehepaars Ballhausen auch ein großartiger Beitrag zur Fremdenverkehrs-Werbung der Bergstadt Sankt Andreasberg.

 

 

Für Tina Ballhausen war der Schritt in die Selbstständigkeit auf der Jordanshöhe

nichts Neues, sie ist ja hier oben sozusagen groß geworden, mit Lebenserfahrung

auf der Sankt Andreasberger Jordanshöhe, sozusagen die dienstälteste Person hier oben.

Für Ehemann Alli war das alles schon eine gehörige Umstellung, heraus

aus seinem festen Job in der Revision einer Lebensmittelkette.

Aber er hat es nie bereut.  

Tina und Alli Ballhausen mit Golden Retriever Murphy,

der auf fast allen Gästefotos nicht fehlen darf  

Was haben die Ballhausens in den vergangenen fast 30 Jahren nicht alles erlebt.

Sie könnten sicher mehrere Bücher darüber schreiben.

Einen ganzen Stapel Bücher über Aufenthalte in diesem Haus gibt es bereits,

Hüttenbücher nämlich, die bis vor etwa fünf Jahren das Geschehen

im Wolfsburger Schullandheim nahezu lückenlos

und zum Teil überaus kreativ und künstlerisch dokumentieren.

 

Ob Musik, Tanz, Sport, Trommeln oder Schützenfest, die Gästebücher des Hauses haben viel zu berichten  

Seit einigen Jahren sind solche Hüttenbücher vor allem bei den jüngeren Gästen außer Mode.

 

 

Dennoch, die Pächter des Wolfsburger Schullandheims haben viele schöne,

spannende und manchmal auch weniger angenehme,

ja auch skurrile Erlebnisse in ihrem Gedächtnis gespeichert.  

 

 

Der Pachtvertrag des Ehepaars Ballhausen für das Wolfsburger Schullandheim ist zunächst bis zum 30.04.2021 datiert, dann soll nach neuester Kenntnis Schluss sein.

Was mit dem Haus dann geschieht, wissen die Ballhausens nicht.

Möglicherweise ergeht es dem Grundstück so, wie es dem des ehemaligen Kieler Schullandheims einst ergangen ist ?

Was dazu wohl die vielen Gäste vom Rhein bis Berlin oder Seesen bis Lübeck sagen werden?

 

Bild und Ton: Karl-Heinz Siebeneicher

Inhalt: Peter Spei harzfuchs@web.de